Nach neuen Waldbränden: Feuerwehrverband Brandenburg fordert Test von Löschflugzeugen

Zwischenzeitlich hat sich die Lage wieder beruhigt, aber vor einigen Tagen waren die Bilder aus Brandenburg wieder dramatisch. Am Wochenanfang wurde die ausgerufene Großschadenslage in Jüterbog durch den Landkreis Teltow-Fläming wieder aufgehoben.

Rund 700 Hektar von Waldbrand betroffen

Dort war eine Fläche von mehr als 700 Hektar durch das Feuer betroffen. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch den munitionsbelasteten Boden, früher wurde das Gebiet als Truppenübungsplatz militärisch genutzt.

Einige Bereiche konnten nur aus der Luft gelöscht werden. Dazu wurden Hubschrauber mit Außenlastbehältern, unter anderem der Bundespolizei, eingesetzt.

Bereits zum Beginn der Waldbrandsaison war es zu großen Brandereignissen gekommen, teilweise wurde der Katastrophenfall ausgerufen.

Erprobung von Löschflugzeugen

Nun werden erneut Forderungen aus dem Bundesland nach der Erprobung von Löschflugzeugen laut (siehe Pressemitteilung weiter unten). Ein bereits einige Monate alter Vorschlag sieht die Stationierung von Löschflugzeugen der EU in Brandenburg vor.

Tatsächlich sieht das neue rescEU-System zur Bewältigung von Naturkatastrophen vor, dass Hubschrauber und Löschflugzeuge strategisch in Europa stationiert werden.

In Deutschland ist die Diskussion dazu mehrschichtig. Einvernehmen herrscht schnell bei der Fragestellung, ob das deutsche Feuerwehrsystem grundsätzlich auf solch große und langanhaltende Flächenlagen vorbereitet ist (siehe: „Wehe, wir müssen dem Brand hinterherlaufen“).

Doch bisher konzentrieren sich die Forderungen zum Einen auf die Themen Ausbildung und allgemeine Feuerwehrausstattung für Waldbrände und zum Anderen auf die Vorhaltung von Löschhubschraubern.

Forderung nach mehr Unterstützung

Diese unterschiedlichen Standpunkte kennt auch der Brandenburgische Feuerwehrverband, wie er dem rbb mitteilt:

„Der Landesfeuerwehrverband Brandenburg hat sich für einen Feldversuch mit Löschflugzeugen ausgesprochen, um Waldbrände zu bekämpfen.

Verbandspräsident Werner-Siegwart Schippel sagte am Donnerstag im Inforadio vom rbb, er sei dafür, ein solches Flugzeug „von jenseits der Alpen“ anzufordern – „und dann einfach mal ausprobieren, wie die Wirkung ist“. Innerhalb des Deutschen Feuerwehrverbandes sei das Thema umstritten, räumte Schippel ein.

Er forderte außerdem den Bund auf, die Freiwilligen Feuerwehren stärker zu unterstützen. „Es wird zunehmend schwieriger, weil die Belastung letzten Endes steigt“, sagte der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes. „Das betrifft sowohl die Kameradinnen und Kameraden, aber auch die Arbeitgeber.“ Die Freistellung der freiwilligen Feuerwehrleute von ihren regulären Arbeitsplätzen müsse bundesweit geregelt werden.“

Quelle: rbb

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