Mehrere große Wald- und Flächenbrände: Katastrophenfall ausgerufen

Die Trockenheit der letzten Tage und Wochen fördert aktuell die Entwicklung und Ausbreitung mehrerer großer Wald- und Flächenbrände. Aufgrund der teilweise großen Ausdehnungen und Anforderungen an die Einsatzkräfte wurde bei mindestens einem Brand auch der Katastrophenfall ausgerufen.

Wald- und Moorbrände in Niedersachsen

Bereits in den vergangenen Tagen kam es zu mehreren Wald- und Flächenbränden, die jedoch relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden konnten. Ein Feuer in einem Wald- und Moorgebiet zwischen Vechta und Goldenstedt fordert die Feuerwehr jedoch deutlich. Mehr als 150 Einsatzkräfte sind derzeit vor Ort, am gestrigen Montag waren es sogar etwa 400 Brandschützer.

Starker Wind facht das Feuer immer wieder an.

Quelle: NDR

Waldbrand in Thüringen

Im Saale-Orla-Kreis in Thüringen brennt es auf einer Fläche von etwa 13 Hektar, allerdings in relativ schwer zugänglichem Gelände. Am Heinrichstein brennt es in sehr steiler Hanglage. Auch ein Hubschrauber aus Sachsen wird für die Löscharbeiten eingesetzt.

Am Mittag rief der Landrat den Katastrophenfall aus. Damit soll die Heranführung weiterer Einsatzkräfte erleichtert werden. Seitdem koordiniert der Verwaltungsstab des Landratsamtes den Einsatz. Auch der Einsatz der Bundeswehr wird derzeit geprüft.

Quelle: Ostthüringer Zeitung

Allgemeine Gefahrenlage

Auch in nahezu allen anderen Bereichen Deutschlands besteht derzeit eine deutlich erhöhte Gefahr für Wald- und Flächenbrände. Fachverbände, Feuerwehren und Medien geben Hinweise für das richtige Verhalten bei Trockenheit heraus.

Vor allem muss immer wieder an das Rauchverbot in Wäldern appelliert werden. Und für die Feuerwehr ist es zwingend erforderlich, dass die Zufahrten in die Waldgebiete frei gehalten sind und nicht zugeparkt werden.

Nach den großen Waldbränden im Sommer 2018 waren Diskussionen um Ausstattung und Ausbildung der Feuerwehren aufgekommen. Wenn sich die Waldbrandsaison 2019 in ähnlicher Weise entwickelt werden neuerliche Diskussionen nicht lange auf sich warten lassen. Eine relevante Entwicklung kann von uns in den letzten Wochen nämlich nicht festgestellt werden.

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