Warnung der Bevölkerung: weiterer Systemausbau in Baden-Württemberg

Landesweit ist das Thema „Warnung der Bevölkerung“ seit einigen Jahren auf den Tagesordnungen recht weit oben. Nach dem kalten Krieg wurden viele der zentralen Warneinrichtungen nicht mehr gepflegt oder sogar zurückgebaut. Das soll sich nun wieder ändern.

Ein zentraler Bestandteil des zukünftigen Warnsystems heißt MoWaS, das steht für Modulares Warnsystem. MoWaS steht bundesweit zur Verfügung und ermöglicht den Anschluss der einzelnen Stellen, die Warnungen herausgeben, an ein zentrales System.

Über MoWaS können Warnungen zum Beispiel an die App NINA versendet werden.

Nun berichtet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), dass der Systemausbau in Baden-Württemberg weiter voranschreitet:

„Der Staatsekretär für Inneres, Digitalisierung und Migration des Landes Baden-Württemberg Wilfried Klenk, der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Christoph Unger und der Leiter der Branddirektion Stuttgart Frank Knödler stellten am 25. Januar den aktuellen Stand des deutschen Warnsystems vor.

Dabei lobten sie bei einem gemeinsamen Pressetermin in der Leitstelle der Feuerwehr Stuttgart die enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Land und Landkreisen. anschließend versendete die Leitstelle eine landesweite Informationsmeldung über die Warn-App NINA.

Im Vordergrund standen die webbasierten Zugänge, genannt vS/E-Zugang, die den regionalen Leitstellen die Nutzung des Modularen Warnsystem (MoWaS) des Bundes ermöglichen. Damit steht auch ihnen zur Warnung der Bevölkerung die große Spanne der an das satellitengestützte System angeschlossenen Warnmittel zur Verfügung – neben der Warn-App NINA auch Rundfunksender und Nachrichtenagenturen.

Bei der Versendung der Testmeldung über den vS/E-Zugang der Feuerwehr Stuttgart haben die Anwesenden einen guten Einblick in den Ablauf einer Warnung und die MoWaS-Funktionalitäten bekommen. Für den reibungslosen Betrieb im Sinne eines effektiven Bevölkerungsschutzes bedarf es aber der engen Zusammenarbeit von Bund, Land und Kreisen sowie Kreisfreien Städten. Dies hoben alle in ihren Ansprachen hervor, allen voran BBK-Präsident Christoph Unger: „Die Anbindung der Leitstellen ermöglicht eine schnelle und zeitgemäße Warnung, die auch die passenden Handlungsempfehlungen umfasst. Dies ist gerade auch vor dem Hintergrund sich häufender Unwetterereignisse und der sich verschärfenden Sicherheitslage in Europa ein wesentlicher Bestandteil des Bevölkerungsschutzes. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten in Baden-Württemberg für die sehr gute Zusammenarbeit.“

Seit 2017 rüstet das BBK im Rahmen des ISF Bund-Länder Projektes „Warnung der Bevölkerung“ die Katastrophenschutzbehörden der Kreise und kreisfreien Städte mit vS/E-Zugängen zu MoWaS aus. Baden-Württemberg nutzt das bundesweit verfügbare Warnsystem seit Oktober 2016. Bisher sind von den geplanten 44 Webzugängen 23 in Betrieb genommen worden. In der Warn-App NINA sind aktuell über 700 000 Mal Orte in Baden-Württemberg abonniert.“

Quelle: BBK


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