Prozess zur BASF-Explosion: dramatische Augenzeigenberichte der Werkfeuerwehr

Am 17. Oktober 2016 kam es bei der BASF in Ludwigshafen zu einem schweren Unfall. Dabei entwickelte sich ein mehr als zehn Stunden andauernder Brand und zwei Explosionen. Dabei starben fünf Menschen, 28 weitere wurden verletzt, sechs davon schwer.

Bei den Todesopfern handelte sich um vier Angehörige der Werkfeuerwehr BASF, darunter der Zugführer, sowie ein Matrose von einem Tankschiff. Zwei Opfer der Feuerwehr starben im Einsatz. Zwei schwerverletzte Einsatzkräfte erlagen zwei Wochen sowie rund 11 Monate nach dem Unglück in Krankenhäusern.

Aktuell findet am Landgericht Frankenthal ein Prozess zur Unglücksursache statt.

Dabei kam es nun auch zu einer Aussage einer Einsatzkraft der Werkfeuerwehr. Der 53-jährige Brandmeister ist auch Nebenkläger.

Der Mannheimer Morgen hat einige Zitate aus dem Prozess veröffentlicht, die die Dramatik des Einsatzes erahnen lassen. Der Feuerwehrmann war durch die Explosion kurz nach seinem Eintreffen an der Einsatzstelle ins Hafenbecken geschleudert worden. Der Versuch an Land zu gelangen wird wie folgt geschildert:

„In zwei Etappen schaffte er es schließlich zur Treppe. Dort lag ein weiterer Kollege, ebenfalls völlig verbrannt. Er nahm ihn auf die Schulter. Beim Ausstieg aus dem Wasser zog er sich Verbrennungen am rotglühenden Handlauf zu. Dann entdeckte er seinen toten Zugführer.“

„Bis heute plagen den 53-Jährigen posttraumatische Belastungsstörungen. Er kann nicht mehr ruhig schlafen und ist froh, wenn er an guten Tagen den Alltag zuhause bewältigen kann. Bei der Feuerwehr arbeitet er nicht mehr. „Ich steig’ in kein Feuerwehrfahrzeug mehr“, sagt er.“

Der gesamte Bericht ist beim Mannheimer Morgen zu lesen.

Quelle: Mannheimer Morgen

(Foto: Symbolbild)

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