Löscheinsatz zu Land und in der Luft: Die Polizei Rheinland-Pfalz hält sich bereit

Aktuell wird vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg über Möglichkeiten zur Waldbrandbekämpfung gesprochen. Doch auch in anderen Bundesländern gibt es intensive Vorbereitungen für mögliche Großeinsätze.

Die Polizei in Rheinland-Pfalz stellt ihre Einsatzmöglichkeiten vor:

„Ein Weinberg brennt oder ein Feld steht in Flammen. Diese Szenarien gab es im Sommer 2018 auch in Rheinland-Pfalz. Aktuell gilt wegen der anhaltenden Trockenheit bei hohen Temperaturen erneut eine erhöhte Waldbrandgefahr. Bei größeren Brandlagen kann die Polizei Rheinland-Pfalz die Feuerwehren mit Löschmaßnahmen zu Land und aus der Luft sowie durch Aufklärungsflüge unterstützen. Die Anforderung der Löschwasserbehälter erfolgt über die Ansprechstelle Katastrophenschutz bei der ADD. Die Einbindung der Polizei in die Brandbekämpfung muss ausschließlich über die Einsatzleitung der Feuerwehr erfolgen.

Polizeihubschrauber mit Löschbehälter bei der Wasseraufnahme
Polizeihubschrauber mit Löschbehälter bei der Wasseraufnahme, Quelle: Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik

Hilfe aus der Luft: Die Polizeihubschrauberstaffel ist bereit

Die Polizeihubschrauberstaffel (PhuSt) hat bereits einen ihrer Hubschrauber „Sperber“ mit einem faltbaren Löschbehälter(BambiBucket) ausgestattet. Mit diesem Behälter kann der Pilot eine halbe Tonne Wasser aus Flüssen und Wassereservoirs aufnehmen und über den Flammen abregnen lassen. Im letzten Sommer wurde die rheinland-pfälzische Polizeihubschrauberstaffel dreimal für Lösch- und Aufklärungseinsätze in Reifenthal, Kaltenborn und Spay angefordert. 2019 gab es bereits einen Löscheinsatz im Bereich Trier, hier brannte ein Kornfeld.

In Brandbekämpfung besonders geschult: die Technische Einsatz Einheit

Auch die Technische Einsatz Einheit (TEE) hält ihre Wasserwerfer bereit. Diese werden aufgrund der erhöhten Waldbrandgefahr aktuell regelmäßig befüllt, um bei einer Anforderung durch die Feuerwehr schnell unterstützen zu können. Zuletzt wurde ein Wasserwerfer der TEE im September 2018 zu Löschzwecken eingesetzt. Noch vor Ankunft der Feuerwehr löschte er eine 200 x 50 Meter große brennende Feldfläche, die unmittelbar an das Waldgebiet Hambacher Forst angrenzt. Die TEE verfügt über zwei Wasserwerfer mit einem Wasservorrat von jeweils 10.000 Litern. Die Wasserwerfer-Besatzungen sind in der Brandbekämpfung besonders geschult; aber auch alle anderen Angehörigen der TEE können Tätigkeiten in der Brandbekämpfung (z. B. Waldbrandschneisen anlegen) übernehmen.

Zu den Einheiten Die Polizeihubschrauberstaffel ist der Abteilung Bereitschaftspolizei des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik (PP ELT) organisatorisch angegliedert; sie verrichtet ihren Dienst in einem modernen Dienstgebäude am Verkehrslandeplatz Koblenz-Winningen. Durch die Polizeihubschrauberstaffel werden landesweit Aufgaben für die Polizei in Führung und Einsatz, Aus- und Fortbildung, sowie polizeiliche Prävention und Repression wahrgenommen. Die TEE ist ebenfalls eine spezialisierte Einheit innerhalb der Abteilung Bereitschaftspolizei des PP ELT mit Standorten in Mainz, Koblenz, Enkenbach-Alsenborn und Wittlich-Wengerohr. In polizeilichen Einsatzlagen ist sie zuständig für die Bereiche Technik, Tauch- und Schnellbooteinsätze, Information und Kommunikation.“

Quelle: Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik

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