Tödlicher Unfall mit Feuerwehrfahrzeug

Am heutigen Freitagmorgen kam es im Rahmen einer Einsatzfahrt zu einem tödlichen Verkehrsunfall. Ein Mannschaftstransportfahrzeug der Feuerwehr Grambek (Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein) kollidierte mit einem Pkw, beide Fahrzeuge wurden beide Fahrzeuge auf ein Feld geschleudert, der private Pkw überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.

Die Fahrerin des Pkw verstarb noch an der Einsatzstelle. Der Feuerwehrmann, der allein im MTF unterwegs war, wurde leicht verletzt. Die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle wurden seelsorgerisch betreut.

Das Einsatzfahrzeug befand sich auf der Anfahrt zu einem Großbrand im Chemiewerk Worlée in Lauenburg.

Zur Einsatzübersicht

Bericht der Polizei Ratzeburg:

„Am 15. Mai 2020, gegen 08:21 Uhr kam es auf der L200 bei Basedow, in Höhe der Einmündung zur Dorfstraße, zu einem Zusammenstoß zwischen einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr und einem Pkw. Bei dem Verkehrsunfall ist die Fahrerin des Pkw tödlich verletzt worden.

Ein 32-Jahre alter Feuerwehrangehörige einer örtlichen Wehr befand sich mit seinem Einsatzfahrzeug zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten (Blaulicht und Martinshorn) auf dem Weg zu einem Löscheinsatz in Lauenburg.

Die 50-jährige Fahrerin aus Witzeeze befuhr mit ihrem Skoda die L200 in Richtung Lauenburg. Der Feuerwehrangehörige befuhr mit dem Einsatzfahrzeug ebenfalls die L200 in gleiche Richtung. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand soll die 50-Jährige vor der Einmündung der Dorfstraße zunächst ihre Geschwindigkeit verringert und an den rechten Fahrbahnrand herangefahren sein. Ein weiterer Pkw befand sich hinter ihr und fuhr ebenfalls rechts ran.

Aus noch unbekannten Gründen fuhr die 50-jährige Fahrerin dann aber vom rechten Fahrbahnrand an und lenkte nach links in Richtung der Dorfstraße. Dazu fuhr sie quer über die Fahrbahn. In diesem Moment kam es zum Zusammenstoß mit dem Feuerwehrfahrzeug.

Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der Pkw auf das linksseitige Feld geschleudert und kam auf dem Dach zum Liegen. Die 50-Jährige musste aus dem Fahrzeugwrack befreit und anschließend reanimiert werden. Noch an der Unfallstelle erlag sie ihren schweren Verletzungen.

Das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr kam ebenfalls auf dem Feld, links neben der Fahrbahn, zum Stehen. Der Feuerwehrangehörige blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde ein Sachverständiger zur Klärung des Unfallgeschehens hinzugezogen.

Die L200 war während der Unfallaufnahme und den Bergungsarbeiten für fast 4 Stunden voll gesperrt.“

Quelle:
LN Online, Feuerwehrmagazin

Hinweis: der Artikel wurde nach Veröffentlichung um den Polizeibericht ergänzt und dabei die Geschlechtsangabe der Fahrerin in der Ursprungsmeldung angepasst.

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