Tag der Feuerwehr gegen Blutkrebs

Die Feuerwehr als Lebensretter im Einsatz ist ein vertrautes Bild. Doch leben retten geht auch anders, das zeigt die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Asbach.

Eine tolle und nachahmenswerte Aktion!

„Am Sonntag, 29. September öffnen von 13 bis 17 Uhr alle 9 Feuerwehrhäuser in der Verbandsgemeinde Asbach ihre Tore und unterstützen mit einer großen DKMS-Registrierungsaktion den Kampf gegen Blutkrebs. „Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein.“ so einfach ist es sich zu registrieren und jede Bürgerin und jeder Bürger ist eingeladen, sich der Aktion anzuschließen. Gleichzeitig informieren die Einheiten über die Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr und werben um neue Mitglieder. Alle 15 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs. Viele Patienten sind Kinder und Jugendliche, deren einzige Chance auf Heilung eine Stammzellspende ist. Doch jeder zehnte Patient findet keinen Spender. Damit weltweit so vielen Blutkrebspatienten wie möglich eine neue Chance auf Leben geschenkt werden kann, registriert die DKMS immer mehr Menschen als potentielle Stammzellspender. Am Tag der Feuerwehr gibt es an allen 9 Feuerwehrhäusern in der Verbandsgemeinde Asbach die Möglichkeit sich hierüber zu informieren und als potenzieller Spender registrieren zu lassen. Mit einem einfachen Wangenschleimhautabstrich durch ein Wattestäbchen. „Unsere Feuerwehr hat Leben retten einfach im Blut, das zeigt auch wieder dieses Engagement“, freut sich Bürgermeister Michael Christ bei der Bekanntgabe des Termins und wirbt um viele Besucher und neue potenzielle Spender. Neben der großen Registrierungsaktion informieren die Feuerwehren aber auch über ihre Arbeit und werben um neue Mitglieder. „Jeder kann sich informieren und einen Eindruck über die Aufgaben und Tätigkeiten bei unserem Ehrenamt sammeln“, erklärt Wehrleiter Arnold Schücke und lädt dazu ein, bei der zuständigen Einheit vor Ort vorbei zu schauen. Neben den aktiven Einsatzkräften ist auch eine Abordnung der Jugendfeuerwehr an den Feuerwehhäusern. Bereits ab 10 Jahren können Jugendliche in der Nachwuchsorganisation starten. Ab 16 Jahren geht es dann beim Einsatzdienst los. Aber auch Quereinsteiger sind jederzeit herzlich Willkommen, denn bei der Feuerwehr gibt es für jede und jeden die passende Aufgabe. Um auf den Tag der Feuerwehr hinzuweisen bewerben die Feuerwehren bereits ab Ende August auf allen Kanälen und informieren auch über die Hintergründe der DKMS-Registrierungsaktion. Ob im Web, bei Facebook und Instagram oder in der Presse. Unter dem Hashtag #dkms112 gibt es alle Meldungen in den Sozialen Medien.

Zum Hintergrund Blutkrebs ist der Oberbegriff für bösartige Erkrankungen des Knochenmarks bzw. des blutbildenden Systems, wie zum Beispiel Leukämie. Bei diesen Krankheiten wird die normale Blutbildung durch die unkontrollierte Vermehrung von entarteten Blutzellen gestört. Wegen dieser Krebszellen kann das Blut seine lebensnotwendigen Aufgaben nicht mehr ausführen, zum Beispiel Infektionen bekämpfen, Sauerstoff transportieren oder Blutungen stoppen. Damit die Gewebemerkmale von potenziellen Spendern analysiert werden können, wird ein Wangenschleimhautabstrich mithilfe von Wattestäbchen gemacht. Wenn die Gewebemerkmale zu denen eines Patienten passen, wird dies durch eine Blutprobe von Ihnen nochmals bestätigt und weitere Blutwerte werden ermittelt. Nach einem gründlichen Gesundheitscheck und der Aufklärung durch einen Arzt steht der Stammzellspende nichts mehr im Wege – Ihr endgültiges Einverständnis vorausgesetzt. Das Verfahren ist bei 80% der Spenden ähnlich einer Blutplasmaspende. Im Vorfeld wird dem Spender der Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht und es können grippeähnliche Symptome auftreten. Langzeitnebenwirkungen sind nach dem heutigen Forschungsstand nicht bekannt. Bei 20% aller Spenden wird unter Vollnarkose Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen. Nach der Entnahme kann für wenige Tage ein lokaler Wundschmerz entstehen – ähnlich dem einer Prellung. Das Risiko der Knochenmarkentnahme ist gering. Es beschränkt sich im Wesentlichen auf das Narkoserisiko. Wie bei einer Bluttransfusion werden die Stammzellen dann transplantiert. Sie nisten sich in den Knochenhohlräumen des Patienten ein und beginnen dort neue, gesunde Blutzellen zu bilden. Die DKMS ist eine gemeinnützige Organisation, die anfangs von der Deutschen Krebshilfe und dem Bundesministerium für Gesundheit finanziell unterstützt wurde. Die Registrierung eines neuen Spenders kostet rund 35 Euro. Der größte Anteil setzt sich dabei aus den Laborkosten zusammen, die für die Typisierung entstehen. Da die Typisierungen unter anderem auch aus Geldspenden finanziert wird, freut sich die DKMS auch über finanzielle Unterstützung in Form einer Geldspende.“

Quelle: Feuerwehr Verbandsgemeinde Asbach

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