Straßensperrung bei Einsatz – Feuerwehrmann absichtlich angefahren

Im sauerländischen Lennestadt ist bei einem Einsatz ein Feuerwehrmann absichtlich angefahren worden. Vorangegangen war ein Wortgefecht, weil die einsatzbedingte Straßensperrung wohl nicht auf Akzeptanz gestoßen ist.

Auf Facebook schreibt die Feuerwehr Lennestadt:

„Am Freitag, den 22.02.2019 wurde die Feuerwehr Lennestadt zu einem Kaminbrand in einem Einfamilienhaus alarmiert. Nach der Erkundung wurde sofort ein Löschangriff aufgebaut und der Kamin durch die Feuerwehr gekehrt. Zwischenzeitlich musste ein Rettungswagen für den gesundheitlich angeschlagen Hausbesitzer nachalarmiert werden, da dieser kollabiert war. Ein Transport in ein Krankenhaus war letztendlich nicht nötig.

Während des laufenden Einsatzes kam es zu einem Zwischenfall mit einem uneinsichtigen Autofahrer, bei dem ein Feuerwehrmann verletzt wurde. Der Fahrer wollte durch die Einsatzstelle fahren, wurde dann aber durch einen Feuerwehrmann darauf hingewiesen das dies momentan nicht möglich sei. Darauf fuhr der Fahrer dem Feuerwehrkameraden mutwillig über den Fuß und entfernte sich von der Einsatzstelle. Der Feuerwehrmann wurde mit einem Rettungswagen in das Krankenhaus nach Altenhundem gebracht. Er zog sich Prellungen und Quetschungen an Bein und Fuß zu, konnte das Krankenhaus aber nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Die Polizei hat Ermittlungen gegen den flüchtigen Fahrer eingeleitet. Die Einsatzstelle wurde abschließend an den Bezirksschonsteinfeger übergeben. Im Einsatz waren die Löschgruppe Grevenbrück, der Rettungsdienst sowie die Polizei.“

Quelle: Facebook

Die Polizei berichtet dazu:

„Die Feuerwehr Grevenbrück rückte am Freitagabend um 19 Uhr aufgrund eines Kaminbrandes in der Beethovenstraße aus. Während der Löscharbeiten wurde die Fahrbahn für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt.

Gegen 20:15 Uhr näherte sich ein 36-jähriger Lennestädter mit seinem Pkw der Einsatzörtlichkeit. Er wurde durch die eingesetzten Feuerwehrleute auf die Sperrung der Beethovenstraße hingewiesen, wollte dies jedoch nicht akzeptieren und setzte nach einem Wortgefecht seine Fahrt fort, wobei er einem Feuerwehrmann über den Fuß fuhr. Dieser trug dadurch leichte Verletzungen davon, welche ambulant im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Die ebenfalls bei dem Brand eingesetzten Polizeibeamten ermittelten den Fahrzeugführer, suchten diesen zu Hause auf und beschlagnahmten noch vor Ort auf Anweisung der Staatsanwaltschaft dessen Führerschein. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen mehrerer Delikte eingeleitet.“

Quelle: Presseportal

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