„Leben der Einsatzkräfte gefährdet“: Mehrere Hydranten während Innenangriff durch Unbekannte geschlossen

Gestern Abend (02.09.2019, gegen 20:30 Uhr) wurde die Polizei Gera durch die Rettungsleitstelle über den Brand eines leerstehenden Gebäudes am Geraer Hauptbahnhof informiert. Das Feuer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zwei der vier Geschosse erfasst.

Die eingesetzten Kräfte der Feuerwehr konnten den Brand aufgrund der Größe erst nach mehreren Stunden unter Kontrolle bringen – in dieser Zeit breitete sich das Feuer auch auf das vierte Geschoss sowie den Dachstuhl aus. Die derzeit laufenden Restlöscharbeiten werden nach Auskunft der Einsatzleitung der Feuerwehr voraussichtlich noch den ganzen heutigen Tag andauern.

Während der Löscharbeiten wurden gestern Nacht (02.09.2019, ca. zwischen 23:00 Uhr und 00:00 Uhr) durch einen oder mehrere bislang Unbekannte drei der durch die Feuerwehr genutzten Hydranten geschlossen bzw. zugedreht, so dass es zwischenzeitlich zur Unterbrechung der Wasserversorgung der Löschkräfte kam. Glücklicherweise konnte die Fehlerquelle schnell gefunden und die Wasserversorgung wiederhergestellt werden.

Der bis jetzt entstandene Sachschaden am Gebäude wird auf einen 6-stelligen Betrag geschätzt. Verletzt wurde nach den derzeitigen Erkenntnissen niemand.

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Die Kriminalpolizei Gera hat die Ermittlungen zur Brandursache sowie zur Manipulation der Wasserhydranten aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang nun Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können. Diese werden gebeten, sich unter der Tel.: 0365 / 8234-1465 zu melden.

Quelle: Landespolizeiinspektion Gera

Foto: Freiwillige Feuerwehr Gera Mitte auf Facebook

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