Brandstiftungen durch Feuerwehrangehörige

Brandserie von Offenbach-Bürgel und Rumpenheim – Festnahme von zwei mutmaßlichen Brandstiftern – Offenbach

Die Brandursachenermittler der Kriminalpolizei in Offenbach haben am Donnerstagmittag zwei junge Männer aus Offenbach festgenommen. Die 20- und 21-Jährigen sind dringend tatverdächtig, am vergangenen Donnerstag in den frühen Morgenstunden Feuer in einem Mehrfamilienhaus im Offenbacher Stadtteil Lauterborn gelegt zu haben.

Durch den Brand, der gegen 1.20 Uhr im Keller ausbrach, wurden vier der 28 anwesenden Hausbewohner leicht verletzt. Ferner sind sie dringend verdächtig, im August und September diesen Jahres 4 Gartenhütten, 1 leerstehendes Mehrfamilienhaus sowie einen Holzzaun im Bereich Offenbach am Main in Brand gesetzt zu haben.

Ob die Tatverdächtigen für eine Vielzahl weiterer Gartenhüttenbrände im Bereich Bürgel und Rumpenheim verantwortlich sind, wird derzeit noch ermittelt. Seit 2015 bis in das Jahr 2019 hinein wurden dort immer wieder vorsätzliche Brände gelegt. Der verursachte Schaden soll bei diesen Bränden im mittleren 6-stelligen Euro-Bereich liegen.

Die Ermittler als auch die Feuerwehr Offenbach hatten bereits seit längerer Zeit den Verdacht, dass die mutmaßlichen Brandstifter aus den Reihen der Feuerwehr-Rumpenheim kommen könnten. Aufgrund dessen habe man die Ermittlungsarbeit auch in diese Richtung intensiviert, sodass letztendlich der Brand in dem Mehrfamilienhaus am 31. Oktober 2019, bei dem die beiden Beschuldigten beobachtet wurden, zur Festnahme führte.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das zuständige Amtsgericht gegen die Tatverdächtigen Haftbefehl wegen besonders schwerer Brandstiftung in Tateinheit mit versuchten Mordes. Beide Tatverdächtigen wurden nach der richterlichen Vorführung in Haft genommen.

Quelle: Polizeipräsidium Südosthessen

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