Brandschutzmängel: Nutzungsuntersagung für zwei Hochhäuser

In Duisburg hat die Stadt aufgrund von Brandschutzmängeln die Nutzung von zwei Hochhäusern untersagt. Rund 200 Bewohner mussten deshalb innerhalb von wenigen Stunden ihre Wohnungen verlassen.

Ein Großteil der Bewohner kam bei den Familien oder Freunden unter. Etwa 40 Personen wurde von der Stadt in kommunalen Einrichtungen, unter anderem zur Unterbringung von Flüchtlingen, Unterkunft gewährt.

Begehung durch Gutachter

Vorangegangen war am Donnerstag, 14.02.2019, eine Begehung der Hochhäuser an der Husemannstraße in Duisburg-Homberg durch einen Gutachter. Dabei waren „eklatante Brandschutzmängel“ festgestellt worden, die eine sofortige Nutzungsuntersagung durch die Stadt zur Folge hatten.

Wesentliches Problem ist bei einem Brand eine ungehinderte Rauchausbreitung vom Keller über den gesamten Treppenraum durch offene Schächte. Diese Mängel wurden nun als „akute Lebensgefahr“ für die Bewohner eingestuft.

Der Eigentümer der Hochhäuser ist nun für die Unterbringung der Bewohner und die Beseitigung der Mängel verantwortlich.

Diskussionen seit Brand im Londoner Grenfell-Tower

Der Brandschutz in Hochhäusern ist seit dem verheerenden Feuer im Grenfell-Tower in London mit 71 Toten im Jahr 2017 im Fokus der zuständigen Behörden. Vor allem brennbare Aussendämmstoffe haben für viele Diskussionen gesorgt.

Auch in Dortmund waren beispielsweise Nutzungsuntersagungen für Hochhäuser ausgesprochen worden. In der Folge haben sich teils heftige Debatten entwickelt über die tatsächliche Gefahr und die Angemessenheit der angeordneten Räumungen. Einen Überblick über die Anforderungen an den Brandschutz in Hochhäusern bietet dieser Beitrag des Deutschlandfunks.

Quelle: WDR

(Foto: Symbolbild)

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